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Emotionale Manipulation

Sextortion — Erpressung mit kompromittierendem Material

Der Täter behauptet, das Opfer bei einer intimen Handlung per Webcam gefilmt zu haben, und fordert ein Lösegeld in Kryptowährung, andernfalls drohe er mit der Veröffentlichung des Materials.

Wie funktioniert diese Masche?

Das Opfer erhält eine Nachricht, in der behauptet wird, ein Hacker habe Schadsoftware auf seinem Computer installiert, die Webcam übernommen und intime Aufnahmen gemacht. Zur Glaubwürdigkeit enthält die Nachricht ein echtes, aus einem Datenleck stammendes Passwort des Opfers.

Das geforderte Lösegeld liegt meist bei 1.000-1.500 Dollar in Bitcoin, mit einer Zahlungsfrist von 24-48 Stunden. Solche Erpressungs-E-Mails gehören zu den am häufigsten gemeldeten Betrugsformen im Netz.

Eine Variante ist die direkte telefonische Erpressung, besonders gegenüber Personen, mit denen zuvor online eine romantische Beziehung aufgebaut wurde ("Romance Scam").

Formulierungen, die Betrüger verwenden

Ich habe Schadsoftware auf der Erotik-Seite installiert, die du besucht hast. Deine Webcam hat Aufnahmen gemacht. Wenn du nicht 1.000 Euro in Bitcoin zahlst, schicke ich das Video an all deine Kontakte.
Dein Passwort lautet: [Passwort aus dem Datenleck]. Du siehst, dass ich Zugriff auf deine Konten habe. Du hast 24 Stunden Zeit.
Versuch nicht, mich zu finden oder die Polizei einzuschalten. Hier ist die Bitcoin-Wallet-Adresse.
Wie schützt du dich?
  • Gib niemals persönliche oder finanzielle Daten am Telefon weiter.
  • Lege auf und rufe selbst die offizielle Nummer der Institution zurück.
  • Melde die verdächtige Nummer auf unserer Seite oder bei der Polizei (110).